Erzbischöfliche St.-Anna-Schule

Einmal Blut geleckt...

Alpen AG Revival auf dem Bernina Treck!

Da soll man einer sagen, dass die Teilnahme an der Alpen AG unserer geschätzten Lernanstalt nicht nachhaltigen Eindruck hinterlässt. Einige der Teilnehmer der AG 2021 haben sich in den Bergen und auf den Hütten so wohlgefühlt, dass sie in diesem Sommer gleich noch eine Tour dran gehängt haben. Es ging in die Schweiz hoch hinaus und der Bericht davon soll niemandem vorenthalten werden:

 

Mit 11 Leuten haben wir die Tour geplant, mit 9 Leuten sind wir losgefahren, mit 8 Leuten los gewandert und mit 7 letztendlich angekommen.

 

Wegen der schönen Zeit in den Bergen, kam uns schon während der Alpenüberquerung 2021 die Idee, eine solche Hüttentour zu wiederholen. Mit Hilfe des in der Alpen Ag erlangten Wissens fingen wir im Herbst letzten Jahres an, unsere Wanderung zu planen. Bald stand fest, dass es in die Schweizer Alpen gehen sollte und auch eine Gruppe von elf Leuten fand sich schnell. Sechs waren begeisterte ehemalige Alpenüberquerer, für die anderen sollte es die erste Erfahrung dieser Art werden. Nach einigem Überlegen beschlossen wir, es uns einfach zu machen und über das Internet die Hütten des Bernina Treks bei Sankt Moritz im Engadin zu buchen.

 

Gebucht war schnell, der schwierige Part war es gesund zu bleiben. Eine Person, war schon vorher länger krank und die zweite wurde noch am Tag der Abreise positiv getestet. Mit 9 Leuten saßen wir im Zug und kamen (dank der Schweizer Züge) pünktlich in der Jugendherberge an. Am nächsten Morgen dann der Schock: der nächste Krankheitsfall, mit also nur noch 8 Leuten ging es im Bus nach Mandulain und von da aus auf die Chamanna D‘Es Cha. Diese ziemlich moderne Hütte erreichten wir im Regen, trotz des fast durchgängig schönem Wetters. Gewohnt waren wir vom letzten Jahr noch ein Drei-Gänge-Menü, dieses wurde in der Schweiz jedoch von ganzen vier Gängen übertroffen.

 


Die ersten Ausblicke auf die 4000er der Berninagruppe konnten sich auch sehen lassen, wenn auch noch aus der Ferne. Der nächste Tag sollte unsere erste richtig lange Tour von 8 Stunden werden: Über zwei Bergrücken hinweg bis zur Jenatsch Hütte. Nach der erste Taldurchquerung genossen wir die Abkühlung in einem kleinen Bergsee. Doch schon hier begannen sich erste Krankheitssymptome bei der vierten Person zu zeigen. Der steile Abstieg ins Bevertal gab ihr dann den Rest. Auch das Aufteilen des Rucksacks half nicht mehr, sodass schnell feststand, für eine weitere Person endet die Tour hier. Doch was nun? Bis zur Hütte fehlten noch, obwohl wir bereits gute 6 Stunden unterwegs waren, 600 Höhenmeter und auch der Weg aus dem Tal heraus in die nächste Stadt war zu weit für sie. Zu unserem Glück war das Tal relativ touristisch, sodass wir zwei Fahrradfahrer ansprechen konnten. Diese netten Österreicher organisierten uns einen Italiener mit Auto, um die kranke Person zum nächsten Bahnhof zu transportieren.nDa die Gruppe schon vorher aufgeteilt war, verbrachten vier von uns die Nacht auf der Hütte, die anderen vier eine weitere Nacht im Tal. Da waren es nur noch sieben!

 


An der Corvatsch Mittelstation fand am nächsten Tag die erleichterte Wiedervereinigung statt. Von da aus ging es dann mit schönem Ausblick auf die Gletscher und den Bernina, der Mittlerweile schon sehr dicht war, oberhalb des Val Roseg in Richtung der Coaz Hütte. Auf dieser urigen Hütte, nur wenige Meter von den Gletschern entfernt, ließen wir den Abend mit ein paar Runden Werwolf gemeinsam mit einer anderen Jugendgruppe ausklingen- ganz nach Tradition der Alpen- AG.

 


Am folgenden Tag ging es hinunter ins Val Roseg, um danach wieder zur Tschierva Hütte aufzusteigen. Auch wenn wir die Seilbahn, die eigentlich benutzt wird, um den Fluss zu überqueren, trotz GPS nicht fanden, kamen wir auf Umwegen und kurz vor der Hütte wieder im Regen an. Den Abend und die tolle Aussicht am Fuße des Piz Bernina (die Hütte ist Startpunkt vieler Gipfelbestigungen) genossen wir mit einer Tanzeinlage, der ein oder anderen Flasche Marschtee und Sternegucken. Der nächste Tag war unser Pausentag, den wir mit „ausschlafen“ (um 8 Uhr beim Frühstück waren wir alleine auf der Hütte) begannen. Danach wurde entweder wieder geschlafen, gelesen, Karten gespielt oder im Panoramaraum der luxuriösen Hütte Tagebuch geschrieben.

 


Während der nächsten Tagesetappe gab es endlich wieder Empfang und nach einigen Telefonaten und einem guten Stück Kuchen fehlte noch der letzte Aufstieg mit Blick auf den Morteratschgeltscher zur Boval Hütte. Erstmalig wurde die Gruppe an hungrigen Jugendlichen nicht satt (zwar gibt es in Österreich nur drei Gänge, dafür ausnahmslos genug Nachschlag).

 


Der vorletzte Tag wartete mit der längsten Etappe von 30 km auf uns, diese traten wir in drei Gruppen an. Zwei kürzten ab, drei hielten sich an den Plan und zwei hatten geplant einen Gipfel mitzunehmen. Doch daraus wurde nichts, denn das Gewitter machte ihnen einen Strich durch die Rechnung - diesmal wurden wir nicht nur am Ende nass. Zu unserem Pech kamen die letzten von uns nach neun Stunden im erneuten Regen im Rifugio Saoseo an. Wie für ehemalige AG-Mitglieder typisch muss eine Hüttentour an der italienischen Grenze enden. Den letzten Hüttenabend ließen wir mit einem Puzzle ausklingen und sogar die Hüttenwirtin packte mit an.

 

Am nächsten Tag endete die Tour mit sieben Leuten in Poschiavo. Mit teurer Schweizer Pizza wurde nun auch der letzte Abend genossen. Es war nicht alles perfekt gelaufen, aber wir waren trotzdem stolz auf uns, denn wir hatten viel im Bereich Tourenplanung und zum Umgang mit Extremsituationen dazu gelernt.

 

Unsere letzte Hüttentour wird es trotz aller Auf und Abs nicht gewesen sein!

 

Text & Fotos: Klara Heilemann / Hannah Stamborski

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